Vive l’amitié!
Zu Besuch bei unseren französischen Austauschpartnern
Et voilà – 11 Wochen nach dem Besuch unserer Gastschüler aus Frankreich, stand vom 11. – 16. Juni 2026 unser Gegenbesuch in der französischen Metropolregion an. Es liegen gerade einmal knappe 660 Kilometer zwischen Künzelsau und Montigny-lès-Cormeilles – wird es Unterschiede und Gemeinsamkeiten geben?
Voilà le résumé
Jeudi, le 11 juin 2026: Jour 1 – Rebonjour en France
Damit wir dieses Mal nicht in den Genuss eines ersatzlos ausfallenden Zuges kommen, mussten die Schülerinnen und Schüler dieses Mal ziemlich zeitnah aus den Betten – wie wir wissen, kann man nie wissen, inwiefern die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren.
Erfreulicherweise verlief der erste Teil der Reise vollkommen unproblematisch, sodass wir mit reichlich Puffer am Stuttgarter Hauptbahnhof ankamen. Die Zeit wurde effektiv genutzt und so konnten noch letzte Besorgungen (Gastgeschenke zum Beispiel…) auf der Königsstraße gemacht werden. Frau Steiniger entdeckte mit ihren Adleraugen direkt eine landestypische Delikatesse – den schwäbischen Maultaschenburger, was kann es Schöneres geben…
Die Reise im TGV verlief reibungslos und die Zeit konnte sich durch Schlaf, Kartenspiele und andere digitale Spiele vertrieben werden (der Autor dieses Textes denkt insbesondere an lustige Runden Imposter mit Frau Steiniger und ergiebige Diskussionen rund um Princess Treatment oder Bare Minimum).
Circa 3 ½ Stunden später, wurden wir im Sonnenschein von unseren Gastgebern am Gare de l’Est in Empfang genommen, Küsschen inklusive 😉.
Ein kurzer Spaziergang zum Gare du Nord und eine Zugverbindung später fanden wir uns am Ziel des Tages ein – dem Bahnhof in Montigny-lès-Cormeilles.
Manche verabschiedeten sich direkt am Bahnhof, andere begleiteten die Lehrkräfte noch bis zur Schule und gingen danach auseinander in die jeweiligen Gastfamilien. Sind wir gespannt auf die nächsten Tage…
Vendredi, le 12 juin 2026: Jour 2 – Une demi-journée à l’école
„Die sind schon echt laut…“
Dieses Zitat eines Teilnehmers beim Besuch in Deutschland bot Grund zur Annahme, dass bei einem normalen Schultag in Frankreich Ähnliches zu erwarten wäre. Marion teilte die Gastschüler in verschiedene Klassen ein und so erlebten die Hohenloher eine neue Art zu unterrichten. Histoire-Géo, Allemand, Musique, Anglais und einiges mehr stand am Vormittag auf dem Stundenplan. Es sei hier eine bestimmte männliche Person erwähnt, die sich sogar getraut hat, sich im Geschichtsunterricht zu beteiligen – Chapeau Monsieur! Wider Erwarten tischte die Mensa dort dieses Mal ein durchaus essbares Hünchencurry auf – vielleicht hatten sie aus den Erfahrungen vom letzten Mal gelernt?
Am Nachmittag verband Madame Fleuret die Besichtigung der kleinen französischen Ortschaften rund um Montigny-lès-Cormeilles mit einem Escape Game auf den Spuren des Malermeisters Van Gogh. Unter der brennenden Sonne erkundeten die Teams das kleine Städtchen Auvers-sur-Oise. Obwohl der Tag an sich körperlich nicht anstrengend war, konnte man auf der Busfahrt zurück zum Bahnhof Montigny manche Schülerinnen sehen, die bereits im Bus eingeschlafen waren 😊.
Für die Lehrkräfte hatte Marion noch eine kleine Überraschung im Programm, da sich der Chor der Fünft- und Sechstklässer für ein kleines Konzert bereit gemacht hatte. Très belles chansons! Das Lied „Kusimama“ landete direkt auf der persönlichen Playlist.
Samedi, le 13 juin 2026: Jour 3 – Un week-end en famille et
Dimanche, le 14 juin 2026: Jour 4 – À la découverte de la France
Marion hatte sich für die Lehrkräfte am Samstag einen Ausflug nach L’Isle Adam überlegt – ein schönes typisch französisches Städtchen an der Oise. Insbesondere in Erinnerung geblieben ist das leckere Essen im Restaurant und der Spaziergang durch das Zentrum.
Bezüglich der Schülerinnen und Schüler oblag das Programm für Samstag und Sonntag den jeweiligen Familien.
- Parc Astérix
- Shoppen in Paris
- Gemeinsam Fußball spielen
- Schloss Versailles
- Champs Elysées
- Eiffelturm (bis nach oben!)
Lundi, le 15 juin 2026: Jour 5 – Bonjour PARIS!
Wenn man schon einen Austausch mit einer Stadt hat, die nur eine halbe Stunde von Paris entfernt ist, dann gehört natürlich eine Reise in eben jenes Stadtzentrum selbstverständlich dazu. Verhältnismäßig spät, um 8:50 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Montigny-Beauchamps und machten uns auf die Reise. Manche von uns machten direkt in der Großstadt ihren ersten Erfahrungen mit der berühmten Métro. Das Wetter war uns hold und zumindest am Vormittag brannte die Sonne nicht allzu sehr vom Himmel, sodass wir die Fahrt auf der Seine und den anschließenden Spaziergang um Notre-Dame de Paris ohne Sonnenbrand genießen konnten.
Danach quälte uns der Hunger, demnach konnten wir uns in Châtelet entspannen und in der Nähe des riesigen Einkaufszentrums zu Mittag essen. Der Verfasser dieses Textes muss jedoch darauf aufmerksam machen, dass er, dank der französischen Jungs, die französische Judolegende Teddy Riner beim Drehen eines Werbefilms beobachten konnte – was für ein Zufall! #starstruck
Im Anschluss kam die Sonne doch heraus und so wurde bei unserem Spaziergang auf den Hügel Montmartre der ein oder andere Tropfen Schweiß vergossen. Der Ausblick auf die endlose Stadt bei super Wetter und der Platz rund um die Künstler entschädigten dann doch für die Strapazen.
Noch eine Zugfahrt zurück um die Beine vollends zu ermüden und ab an die Schule – Marion hatte eine kleine Soirée organisiert, einen kleinen Film zusammengeschnitten und so konnten wir bei Schnittchen und Jus d’Orange den Abend ausklingen lassen.
Mardi, le 16 juin 2026: Jour 6 – Adieu les amis
Et ça y est – la fin de l’échange est arrivé. Mehr oder weniger pünktlich fanden sich alle Teilnehmer des Austausches um 8:15 Uhr am Bahnhof in Montigny Beauchamps ein – der Abschied rückt näher. Nach Übergabe der Geschenke flossen bei manchen tatsächlich die Tränen, als wir die Schranke in Richtung der Gleise passierten.
On se reverra un de ces quatre ?
Nun steht die Rückreise an, zunächst zum Gare du Nord, dann zum Gare de l’Est und mit dem TGV in die schwäbische Hauptstadt. Es bleibt abzuwarten, ob wir zumindest bei der Rückreise mit schwerem Gepäck eine Reise ohne Komplikationen, Verspätungen oder Ausfälle haben werden.
Das Ziel: Künzelsau Bahnhof!
Nachtrag: Der Verfasser dieses Textes kann es kaum glauben und, zugegeben, wir mussten etwas rennen, aber die Rückreise verlief tatsächlich bis zum Bahnhof in Künzelsau genauso wie sie geplant war – was für ein schönes Ende dieses Abenteuers!
Wahnsinn, was für eine Reise – voller neuer Erfahrungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, interessanter Essenszeiten sowie Essgewohnheiten, langen Ausflügen, chaotischen Unterrichtsstunden, gemeinschaftlicher Treffen am Fußballplatz und vielem mehr.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten am Austausch für die Unterstützung sowie jegliches Mitdenken und Improvisieren bedanken.
Seid stolz auf Euch und was Ihr in den sechs Tagen gelernt habt, vergesst Ihr nicht mehr. 😊
Un grand merci à vous, les élèves ainsi qu’aux parents !
Monsieur Zott