Winterreise Semi-Style
Musik-LK in Wien
Vom 29.01 bis zum 01.02.2026 waren wir, der Musik-Leistungskurs, auf einer musikalischen Exkursion in Wien. Nach einer langen Zugfahrt (und einer ganzen Pomelo) haben wir in unserem Hotel eingecheckt und uns für unser erstes musikalisches Event fertig gemacht. Wir sind durch die beeindruckenden Straßen Wiens gelaufen, vorbei am Opernhaus und der wunderschönen Architektur der vielen historisch einzigartigen Häuser. Nach mehreren neuen Eindrücken sind wir am Jazzclub Porgy and Bess angekommen. Hier ließen wir uns zuerst unser Abendessen schmecken, bevor dann die Band mit ihren eindrucksvollen Songs startete. Die Band „Kuu“ spielte ein tolles, stilistisch sehr innovatives Programm, von welchem wir alle begeistert waren – manche von uns waren sogar dermaßen fasziniert, dass man sich direkt eine ganz neu erworbene Schallplatte von der Band unterschreiben ließ. Somit ließen wir den ersten Abend ausklingen und gingen mit Vorfreude auf die nachfolgenden Tage schlafen.
Nach dem Frühstück im Hotel hatten wir genug Energie, um uns auf den Weg zu machen für den zweiten Tag. Nach Überlegungen, was wir an unserem freien Vormittag machen sollten, verschlug es uns zum Schloss Schönbrunn. Trotz des trüben Wetters liefen wir über eine Stunde über das große Gelände, welches auch ohne sommerliches Grün des Schlossgartens wunderschön anzusehen war. Nach so einer langen Zeit bei ca 5°C draußen suchten wir Schutz vor der Kälte, sowie ein warmes Mittagessen im McDonalds. Gestärkt und aufgewärmt wagten wir uns wieder hinaus in die Kälte Wiens. Unser zweiter Programmpunkt stand an, eine Sonderführung für unsere Gruppe im weltbekannten Wiener Musikverein. Nachdem wir den Eingang gefunden hatten, wurden wir durch das beeindruckend große Gebäude geführt. Unsere Führung ließ uns den Goldenen Saal bestaunen und sogar darin selbst singen, in welchem das Wiener Neujahrskonzert stattfindet – zudem durften wir den Kammermusiksaal, den gigantischen Proben- und Aufnahmesaal für neue Musik und Jazz etc. bewundern. Nach so vielen Informationen, die uns bei unserer Führung erzählt worden sind, hatten wir erstmal Freizeit, um unsere rauchenden, inspirierten Köpfe abzukühlen. Der krönende Abschluss an diesem Abend bildete das Abendessen im weltberühmten Restaurant Figlmüller mit seinem legendären Wiener
Schnitzel und ein anschließender Verdauungsspaziergang durch die stimmungsvolle, spätabendliche Stadt, der uns zum nächtlich beleuchteten Prater führte.
Der Samstag startete nach dem späten Abschluss am Vorabend etwas entspannter – und weil wir vom Prater bei Nacht nicht genug hatten, war das unser erstes Ziel an jenem Tag. Dort fuhren wir Geisterbahn und anschließend das Blumenriesenrad, von welchem aus wir das malerische Wien von oben sahen. Ein kurzes Aufwärmen mit Kartenspiel und gescheitertem Versuch, sich im Dart zu beweisen, und schon machten wir uns auf zu Franz Schuberts Geburtshaus. Dort angekommen bemerkten wir, dass heute sogar sein Geburtstag war und nach genauem Studieren der kleinen aber feinen Ausstellung und obligatorischem Gruppenfoto reimten wir kurzerhand ein kleines Gedicht ins Gästebuch als Geburtstagsgeschenk. Anschließend vertrieben wir uns die Zeit mit einer Stadtbesichtigung, die uns vor das Haus der Wiener Hofreitschule, Mozarts Wohnhaus und in 2-3 verschiedene Kirchen führte. Es war auch schon die Zeit gekommen für unser letztes musikalisches Highlight in Wien. Ein Liederabend von „Der Winterreise“ von Franz Schubert in der einzigartigen Konzertlocation der Krypta unter der Peterskirche. Mit diesem wunderbaren Ausklang unseres Ausflugs nach Wien und noch mit den Melodien von „Gefrorene Tränen“ und „Der Leiermann“ beschlossen wir, noch das prunkvolle Rathaus Wiens zu besichtigen. Mit den ganzen Lichtern bei Nacht und der Eislaufbahn davor ähnelte es in seiner surreal schön anmutenden Optik schon fast dem Disney-Schloss. Mit Sachertorte, der obligatorischen großzügigen Verspätung unserer Deutschen Bahn und zahlreichen kostbaren Erinnerungen in unseren Herzen traten wir die Rückreise auf unserer musikalischen Winterreise an, die uns als Kurs sehr geprägt und zusammengeschweißt hat.