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Gemeines Spiel, verfluchte Krone

By 15. Juli 2026Juli 20th, 2026Aktuelles

Gemeines Spiel, verfluchte Krone

Theater-AG begeistert mit humorvoller Macbeth-Adaption

Am Mittwoch, den 15.07.26 wurde wieder gemordet in Schottland. Angestiftet durch drei hinterlistige Hexen (Sophie K., Luise E.und Ludwig E.) und ihre Prophezeiung gierten Lord Macbeth (Jonathan W.) und Lady Macbeth (Katharina F.) nach der Krone des König Duncan (Carl H.). Und während Macbeth zunehmend gieriger wurde, plagte Lady Macbeth das Gewissen. Zum Glück – für Schottland – gab es aber da noch den tapferen Macduff (Carl H.), der sich Macbeth in einem spannenden Kampf am Ende dieser einstündigen Spirale der Gewalt entgegen stellte. Aber wie der clevere Buttler Seyton (Katarina C.) auf der Siegesfeier schon sagte: „An die Toten denkt am Ende keiner.“

Mit etwas Augenzwinkern und düsterem Humor übernahmen die Mitglieder der Theater-AG jeweils gleich mehrere Rollen in dieser komödiantischen Adaption des Stücks nach Hartmut Behrens. Zwischen Schaukämpfen und Verfolgungsjagden gab es auch Momente des Dramas wegen der vielen Opfer des grausamen Spiels. Und immer wieder schlüpfte das Hexen-Trio in andere Rollen, um im Hintergrund zu intrigieren und Faxen zu machen – sei es als gackernde Diener, als begrünte Soldaten oder gar als rappendes Mörder-Trio.

Aber auch die anderen Darsteller wussten mit Vielseitigkeit und schnellen Kostümwechseln zu beeindrucken und das Publikum gut zu unterhalten: In einer exklusiven Aufführung für Familie und Freunde der AG-Mitglieder begeisterte Evelyn K. sowohl als tougher Banquo als auch als strenge Lady Macduff. Jan G. gab den feinen Prinzen ebenso überzeugend wie den flüchtenden Adligen. Johanna L. spielte den unbeeindruckten Pförtner ebenso humorvoll wie auch den misstrauischen Prinzen Malcolm. Katarina C. übernahm gleich mehrere Botenrollen und mimte den weitsichtigen Buttler Seyton hingebungsvoll. Carl H. war nicht nur ein beeindruckender König Duncan sondern auch ein hitzköpfiger Macduff.

Inmitten all dessen beeindruckte Jonathan W. mit seiner Darstellung eines zunehmend kaltblütigen Macbeth, der sich ganz in der Prophezeiung und Gier verstrickte.  In ihrem letzten Auftritt als Geist mahnte die vormals wunderbar gierige Katharina F. als Lady Macbeth dramatisch zur Selbstreflexion, ehe die Hexen mit einem düsteren Schlusswort die Natur der Menschen in ihrer Gesamtheit in Frage stellten.  Insgesamt begeisterte die ganze Gruppe unter Regie von Frau Bastian mit ihrer Version des über 400 Jahre alten Klassikers über Gewalt, Gier und Zerstörung.