Ganerben-Gymnasium und Semi besuchen gemeinsam das CERN

By 9. November 2018Aktuelles

Ganerben-Gymnasium und Semi besuchen gemeinsam das CERN

Kooperation ist für Naturwissenschaftler eine Selbstverständlichkeit

Die internationale Raumstation ISS ist in Künzelsau derzeit in aller Munde – aber es gibt noch andere Großforschungseinrichtungen, die sich mit der ISS messen können. Eine dieser Institutionen ist unbestritten das CERN in Genf: dort steht der weltweit größte Teilchenbeschleuniger. Protonen – das sind Bestandteile von Atomkernen – werden auf einer Strecke von 27 km beschleunigt und dann ungebremst aufeinander geschossen. Die dadurch entstehende Situation ähnelt dem Urknall vor ca. 13,8 Mrd. Jahren und zahlreiche Wissenschaftler aus aller Welt nutzen diese einmaligen Bedingungen, um physikalische Grundlagenforschung zu betreiben. Das Ur-Bemühen der Menschheit, herauszufinden „was die Welt im Innersten zusammenhält“ treibt die 3200 Forscher und ca. 10000 Gastwissenschafteler aus 85 Nationen am CERN an. Einer von ihnen war Dr. Klaus Bätzner, bis er vor 17 Jahren in den Ruhestand ging. Seine Faszination hält jedoch immer weiter an und so betreut er mit Begeisterung und riesigem Fachwissen Besuchergruppen an seinem ehemaligen Arbeitsplatz.

Solch eine Besuchergruppe kam vor Kurzem aus Künzelsau. Daniela Müller, Dr. Reiner Kienle und Alexander Morawe, Physiklehrkräfte am Ganerben- und am Schlossgymnasium (Semi) wollten ihren Oberstufenschülern das einmalige Erlebnis verschaffen, tiefe Einblicke in die aktuelle Forschungswelt zu bekommen. Daher machten Sie sich auf den Weg in die Schweiz und nutzten die Gelegenheit, auf der Hinfahrt auch das Einstein-Museum in Bern zu besuchen. Zweifellos eine super Einstimmung auf den Informationsmarathon in Genf, der den Schülerinnen und Schülern viel abverlangte. Aber natürlich waren alle Besucher aus Künzelsau vom Forschergeist des CERN tief beeindruckt. Schließlich wurde dort das Internet geboren und es werden ständig Innovationen bei der Strahlenbehandlung entwickelt, die beispielsweise zur Krebstherapie eingesetzt werden. Beeindruckt und bereichert kehrten die Exkursionsteilnehmer nach zwei Tagen heim und es ist klar, dass dies nicht die letzte gemeinsame Exkursion der beiden Gymnasien gewesen ist.