Europäische Freundschaft

By 24. September 2018Aktuelles

Europäische Freundschaft

Seit sieben Jahren pflegt das Schlossgymnasium Künzelsau eine enge Freundschaft zu einem Liceum in Polen

Nein, ein Schüleraustausch mit Polen ist nicht ganz selbstverständlich und bei der derzeitigen politischen Situation sind durchaus ein paar Schwierigkeiten vorprogrammiert. Aber genau diese Schwierigkeiten wollen die Partner aus Lodz und Künzelsau überwinden, indem sie seit sieben Jahren einen jährlichen Schüleraustausch mit anspruchsvollem Programm organisieren.

So verbrachten 11.-Klässler des Semi im April eine Woche im Nachbarland und konnten bei Stadtführungen viel über Lodz und Krakau erfahren. Das „Dritte Reich“ wird beim Besuchsprogramm immer thematisiert und die Schüler hatten Gelegenheit, sich sowohl in Polen als auch beim Gegenbesuch dieser Tage in Künzelsau damit aus eigener Anschauung zu beschäftigen. So wurde in Lodz das jüdische Ghetto besucht, in Krakau Schindlers Fabrik und in Auschwitz die bedrückende Gedenkstätte. Im Rahmen des Gegenbesuchs in Hohenlohe fuhren die Schülerinnen und Schüler nach Nürnberg, wo es mit dem Dokumentationszentrum, dem Gelände des Reichsparteitags und dem Memorium der Nürnberger Prozesse ebenfalls reichlich Anschauungsmaterial zur dunklen Nazizeit gibt, die nun bereits glücklicherweise über 70 Jahre zurück liegt.

Aber natürlich stehen auch andere, erfreulichere Aspekte im Mittelpunkt des Austauschprogramms: Junge Menschen lernen sich kennen, knüpfen persönliche Beziehungen und erfahren etwas über die Kultur der anderen. Dazu wurden die polnischen Gäste nach Schwäbisch Hall und Würzburg geführt, es wurde gemeinsam gegessen und gefeiert.

Nathalie Palotz und Fabian Kehrer haben sich in dieser hohenlohisch-polnischen Woche unermüdlich um das Wohl der Gäste gekümmert und dafür von allen Beteiligten positive Rückmeldungen für das Austauschprogramm bekommen. Der polnische Kollege Marek Ochocki freut sich bereits auf die Fortsetzung: „Wir alle danken euch für die tolle Woche. Es war ein super Austausch und er bleibt uns für immer in Erinnerung. Wir warten auf das nächste Treffen bei uns und in Deutschland.“