Das Leitbild des Internats

Unser Zusammenleben soll sich nach folgenden Kriterien ausrichten: Zusammenhalt in der Gemeinschaft; Respektierung von Regeln; Gestaltung eines Lebensraums; Üben von Toleranz; gegenseitige Motivation und die gemeinsame Ausübung von Freizeitaktivitäten.

Dies bedeutet:

Zusammenhalt in der Gemeinschaft

In einer Gemeinschaft Zusammenhalt zu spüren, ist für alle wichtig. Insbesondere bedeutet dies die Förderung der Bereitschaft, für die Gemeinschaft zu arbeiten, die Förderung des Zusammenhalts zwischen Älteren und Jüngeren und die Förderung von Verantwortungsübernahme.

Respektieren von Regeln

Jede Interne und jeder Interne hat das Recht auf eine Privatsphäre und den Freiraum, der ihm zusteht. Dazu gehört insbesondere, dass das Eigentum anderer respektiert wird und das Bedürfnis auf Ruhe eines jeden einzelnen geachtet wird. Einem anderen Freiraum zu geben, bedeutet aber auch, dass auf seine Wünsche eingegangen wird. Um gemeinsame Freiräume für alle gewährleisten zu können, sind Regeln und Einschränkungen notwendig, sie gewährleisten ein verlässliches Miteinander. Je eigenverantwortlicher dabei jede und jeder einzelne handelt, desto mehr Freiraum und Selbstständigkeit sind möglich. Die Regeln des Internatslebens haben eine möglichst breite Basis, sind transparent und für alle gleichermaßen verbindlich.
Bei der Formulierung und Anwendung von Regeln wird auf größtmögliche Gerechtigkeit geachtet und die Bevorzugung und Benachteiligung einzelner wird vermieden.

Gestaltung eines Lebensraums

Das Internat ist während der Unterrichtszeit für die meisten Internen an 5 von 7 Tagen der Lebensmittelpunkt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, den „Lebensraum Internat“ so lebens- und liebenswert wie möglich zu gestalten. Insbesondere die Teestube als gemeinsamer Treffpunkt für alle gilt es mit Leben zu erfüllen. Auf die Lebenssituation jeder einzelnen internen Schülerin und jedes einzelnen internen Schülers einzugehen und diese zu achten ist Aufgabe aller. Durch die gemeinsame Durchführung von Aktivitäten kann dabei die Lebensfreude gesteigert werden.

Üben von Toleranz

Ein Leben ohne Toleranz ist in einer Gemeinschaft wie in einem Internat nicht möglich. Toleranz bedeutet die Akzeptanz und die Respektierung der Meinung anderer, egal ob diese jünger, schwächer oder einfach anders sind. Es bedeutet jedoch auch, sein Gegenüber ernst zu nehmen. Toleranz zu üben und zu spüren, stärkt die Gemeinschaft und hilft, Freundschaften zu schließen.
Es ist Aufgabe aller im Internat, die Aneignung einer richtigen Selbstwahrnehmung und Selbst-einschätzung zu fördern und, darauf aufbauend, Toleranz, gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft und Interesse am Anderen zu zeigen.

Gegenseitige Motivation

Alle internen Schülerinnen und Schüler motivieren sich gegenseitig dafür, sich im schulischen Bereich zu engagieren und aktiv ins Internatsleben einzubringen.

Gemeinsame Freizeitaktivitäten

Unsere Schule steht für besondere Angebote in sportlichen und künstlerischen Bereichen. Es ist dabei selbstverständlich, dass es in diesen Bereichen – jedoch nicht nur in diesen – wichtig ist, Engagement, Kreativität und Eigenverantwortung zu fördern, aber auch einzufordern. In beiden Bereichen ist dabei Kontinuität unabdingbar.